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Zey und Haschlar düpieren Konkurrenz

 

Fritzlar. Zwei Amazonen hatten gut Lachen. Zwei erst 22-Jährige wohlgemerkt, die ihre erfahrenen Konkurrenten in Schach halten konnten. Letztlich entschied Shari Zey (RFV Borken) auf Quiet Magic das S**Springen mit Siegerrunde und damit den Höhepunkt des Reitturniers des LRFV Fritzlar mit 13 Hundertstel Sekunden Vorsprung im Stechen vor Sophia Haschlar (RSV Martinfeld) für sich.

Top: Claudia Rassmann gewann auf Rubea die S*-Dressur.

„Für mich ist es optimal gelaufen. Das ist einer meiner wichtigsten Siege bislang“, freute sich Zey. Bis zur letzten Sekunde hatte sie zittern müssen. Denn Zey war auf Quiet Magic als Erste ins Stechen gegangen und hatte einen fehlerfreien Ritt in 38,34 Sekunden folgen lassen. Serien-Sieger und Stallkollege Frank Plock konnte in 44,15 Sekunden auf Vancouver nicht ganz mithalten, hatte aber ohnehin einen viertel Zeitfehler aus dem ersten Umlauf mitgenommen. Der Neuseeländer William Willis (LRFV Eiterfeld) hielt sich in 41,95 Sekunden als Dritter auf Snuggels ebenfalls schadlos.

Doch dann kam Sophia Haschlar. Die aufstrebende Amateurin, die bis vor kurzem bei ihrem Freund und Trainer Manuel Beucke in Borken lebte, erwischte auf Ernie einen Sahnetag. Da sie im ersten Umlauf etwas Glück bei der Dreier-Kombination hatte, ging sie nicht volles Risiko. „Ich wollte mein Glück nicht überstrapazieren und bin auch so mega zufrieden“, sagte die Löhlbacherin (Kreis Waldeck-Frankenberg). Denn der Parcours war von Herbert Hausknecht einmal mehr schwierig gesteckt worden. Den Doppel-Oxer vor der Tribüne schafften beispielsweise nur fünf der 16 Reiter-Pferd-Paare im ersten Umlauf.

Ebenfalls vor großer Kulisse hatten sich davor die Talente des Jahrgangs 1997 und jünger messen dürfen. Malin Mohr (RFV Hohenroda) siegte auf Heavens Crump mit einer Wertung von 8,3 Punkten und qualifizierte sich für den Pferdesport-Journal-Cup in Grünberg. Die beiden Fritzlarerinnen Nina Hoffmann auf Carpe Diem (7,6) als Vierte und Marc Riechers (7,4) auf Nobless als Sechster wussten ebenfalls zu überzeugen.

Starke Leistungen bekamen auch die Dressurfreunde geboten. Die schönsten Serienwechsel im fliegenden Galopp bei der S*-Dressur zeigte Claudia Rassmann (RFV Scheerwiesental Schwieberdingen) auf Rubea. Zwei der drei Richter sahen die osthessische Reiterin vorn, so dass sie mit 868 Punkten knapp die goldene Schleife vor Marion Loew (RV Hardenberg) auf Ally Mc Beal (864) und Fabienne Endrejat (VPF Alten-Buseck.) auf Remington (844) bekam. Loew wurde zudem auf Walk of Fame (827) Vierte und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Denn seit Ende Januar war sie nicht mehr auf Turnieren angetreten, weil sie in Göttingen ein Reit-Geschäft eröffnet hat. Nun gewann sie zudem die Dressurpferdeprüfung Klasse M auf Danccini. „Das Niveau war sehr hoch“, lobte die Fritzlarerin Carmen Vollbach, die auf Liebster die Dressurpferdeprüfung Klasse L gewann. Spannend ging es bei der ausgeglichenen M**-Dressur zur Sache. Annika Mählmeyer (RFV Holdorf) wurde auf Dark zweimal von den Richtern für ihre eleganten Zickzack-Traversen an die erste Stelle gesetzt und siegte mit 677 Punkten vor Wibke Weishaupt (RSG Fallbachtal) auf Sinatra M (672) und Roland Kressner (RG Keilsberghof Kassel) auf Walnuss (670).

Von Sebastian Schmidt

 

 

Shari Zey: Zwei Eisen im Feuer

 

Von Manfred Horz

 

Packende Wettbewerbe bei den Obertiefenbacher Reitertagen auf der wetterfesten Reitanlage Meilinger

Spannung bis zum letzten Ritt des abschließenden S*-Springens mit Stechen hatten die Obertiefenbacher Reitertage, zu dem Reiter/innen aus Hessen und benachbarten Bundesländern an den Start gingen. Zu diesem schwersten Springen der dreitägigen Pferdeleistungsschau hatten die Teilnehmer 20 leistungsstarke Pferde gesattelt, von denen einige nach ihren Erfolgen der letzten Wochen und in vorweg gegangenen Prüfungen als Favoriten galten.

Beselich-Obertiefenbach. 

Bei guten Bedingungen auf griffigem Geläuf trotz mehrerer Regenschauer und von Stefan Schäfers Team einladend aufgebautem Parcours qualifizierten sich im ersten Umlauf sechs der Teilnehmer/innen mit fehlerfreien Ritten für das einmalige Stechen um den Sieg. Darunter aus dem NNP-Land die für den RV Borken reitende Schadeckerin Shari Zey, die für den RV Friedberg reitende Kirbergerin Sabrina Deußer sowie Kai Müller (RuF Kirberg) und Bettina Eufinger (RFV Elz).

Die in Lindenholzhausen beheimateten und für den RV Neuwied reitenden Eheleute Armin und Luisa Himmelreich, die im vorletzten Jahr auf den obersten Stufen des Treppchens standen, wie auch Darline Eisenmenger (Niederzeuzheim), Jörg Oppermann (Elz) und André Weber (Drommershausen) verpassten wegen Zeit- oder Springfehlern das Stechen, in dessen Verlauf Petrus wieder eine dunkle Wolke öffnete.

Kai Müller, der zwei Pferde ins Stechen gebracht hatte, lag mit Petite Fleure gut in der Zeit, kam aber mit einem Springfehler aus dem Parcours. Mit Roly poly machte er es später besser und hatte den Sieg schon fast in der Hand, zumal Shari Zey mit ihrem ersten Pferd Quiet Magic nach Springfehlern auf eine Wertung verzichtete. Die erfolgreiche junge Reiterin hatte aber mit dem leistungsstarken Schimmel Cicero ein zweites Eisen im Feuer, mit dem sie im letzten Ritt des Turniers Kai Müller auf den zweiten und Sabrina Deußer auf den dritten Platz verwies.

Mit Skara hatte Shari Zey die erste Abteilung des vorweg gegangene M*-Springens gewonnen, in dem die heimischen Matadoren tüchtig mitmischten. Wie sie überhaupt in den insgesamt 20 Prüfungen und Wettbewerben ihr Licht nicht unter den Scheffel stellten.

Das erste S*-Springen gewann Nicole Jost (Haiger-Rodenbach) vor Denise Manns (Neuwied). Gold- und Silberschleifen der M*-Springen heimsten Armin Himmelreich (TV Neuwied), Darline und Alena Eisenmenger (Niederzeuzheim), Kristin Dittmar (Wetschaftstal), Kai Müller (Kirberg), Shari Zey (Borken), Sonja Ernst (Ruttershausen), Bernd Hofmann (Ortenberg) und Stefanie Mai (Feldatal) ein.

In den mittelschweren und leichteren Springen und in den drei Dressurprüfungen teilten sich Teilnehmer aus der Region mit den Gästen die vorderen Plätze. Als Sieger aus den L- und A**-Springen gingen Felix Müller (Kirberg), Alena Eisenmenger (Niederzeuzheim), Sonja Enst (Ruttershausen), Katharina Weyand (Lasterbach), Albert Egenolf (Elz), Paulina Rosbach (Elz), Andreas Kuh (Niederneisen) und Katharina Weigelt (Heringen) hervor.

In den Springpferdeprüfungen dominierten Thorsten Kolthoff (Horressen), Angelique Rüsen (Bad Homburg) und Jörg Oppermann (Elz). Die Dressur-Prüfungen gewannen Charlotte Weier (Elz), Alexandra Hollingshaus (Roßhof) und Fabienne Litzinger (PSV Villmar/Lahn).

Beim Empfang der Aktiven, Turnierrichter, Helfer und Sponsoren lobten Persönlichkeiten aus dem Sport und dem öffentlichen Leben die Leistungen des gastgebenden Vereins. Auch schwärmten sie von der Reitanlage Meilinger, die dem extremen Wetter problemlos Stand gehalten hatte. Das auch zur Genugtuung des Schirmherrn Helmut Peuser, der dem Veranstalter besseres Wetter, mehr Akteure und Zuschauer gewünscht hätte.

Artikel vom 16.05.2013, 03:00 Uhr (letzte Änderung 17.05.2013, 22:45 Uhr)
Artikel: http://www.fnp.de/sport/limburg-lahn/Shari-Zey-Zwei-Eisen-im-Feuer;art681,518655

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Das Wimpernschlag-Finale von Diez

 

Von Manfred Horz

 

Shari Zey setzt sich beim Reitturnier auf dem Kirschenberg die Krone auf – Überaus zufriedene Veranstalter

Drei Tage lang stand die Anlage des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Diez auf dem Kirschenberg im Zeichen eines Reitsports, bei dem Akteure wie das Publikum einem kühlen Frühlingswetter die Stirn boten.


Der Bogen spannte sich von Springpferdeprüfungen der Klassen A** und L über Springprüfungen mehrerer Klassen bis zum Finale, zu dem namhafte Reiter und Amazonen aus der Region und einigen Nachbarvereinen leistungsstarke Pferde sattelten. Die für den RFV Borken reitende 22-jährige Shari Zey, die einige Tage zuvor an den Elzer Reitertagen einmal mehr ihre Klasse gezeigt hatte, wollte es in Diez genau wissen und legte drei Eisen ins Feuer.

Darum durfte sie auch mit dem Oldenburger Quiet Magic dieses Springen eröffnen. Sie legte einen fehlerfreien Ritt vor, der aber nicht zum Sieg reichte, denn Marcus Wenz (Niederzeuzheim) mit Aminka, Marina Röhrig vom Sonnenhof mit Cincano und als letzte Starterin mit Ladykiller wie auch Urgestein Harry Kappel (Steinau) waren schneller als Quiet Magic, der aber Angelique Rüsen vom Fichtenhof Bad Homburg die Eisen zeigte, die in Diez mit zwei Pferden antrat. Darline Eisenmenger (Niederzeuzheim), die sich bereits in Prüfungen zuvor Gold- und Silberschleifen geholt hatte, absolvierte als elfte Starterin mit dem Wallach Charity den Parcours zwar in einer besseren Zeit als Quiet Magic, machte aber ein "Klötzchen". Und dann hatte es für Shari Zey und die Holsteiner Schimmelstute Skara "zwölf geschlagen". Mit seiner fehlerfreien Runde in 53,61 Sekunden war das Paar um Bruchteile einer Sekunde schneller als Marcus Wenz. Für Jörg Oppermann vom Elzer Stall Eufinger, der bei Diezer Turnieren schon immer gut im Rennen gelegen hatte, lief es - wie auch schon bei den Elzer Reitertagen - nicht zum Besten und auch der Diezer Lokalmatador Hardy Diemer schaffte mit einem Abwurf in diesem Springen keine Platzierung.

Ansonsten aber konnten der Chef und Trainer der Diezer Reitanlage und seine Vereinskameraden wie auch der Vorstand mit dem Verlauf der Pferdeleistungsschau zufrieden sein. Die Diezer Equipe gewann das Mannschaftsspringen vor Neuwied und Niederzeuzheim, Johannes Markeli eine Qualifikation zum Großen Amateur-Cup und mit Nisha Remy die Jüngste den Führzügel-Wettbewerb. Die Siegerschleifen und vorderen Platzierungen waren unter den Gastgebern und den Gästen gut verteilt.

 

Artikel: http://www.fnp.de/sport/limburg-lahn/Das-Wimpernschlag-Finale-von-Diez;art681,133423

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16.06.2012 Samstag

Reitturnier in Fritzlar: Plock und Zey dominieren Zwei-Phasen-Springen der Klasse S*

Ajscha besteht Härtetest

 

Fritzlar. Nein, Shari Zey konnte sich auch über den dritten Platz bei der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S* beim Reitturnier in Fritzlar freuen. Obwohl ihr zum Sieg nur weit weniger als zwei Sekunden fehlten. Und obwohl sie genau einen Ritt lang von ihrem insgesamt 32. S-Erfolg in ihrer noch jungen Karriere träumen durfte.

 
Mit dem dritten Platz zufrieden: Shari Zey, die zwischenzeitlich die Führung in der S*-Prüfung übernommen hatte. Fotos: Kasiewicz

Mit dem dritten Platz zufrieden: Shari Zey, die zwischenzeitlich die Führung in der S*-Prüfung übernommen hatte. Fotos: Kasiewicz

Nachdem nämlich die 21-Jährige auf Skara die Bestzeit von Frank Plock auf Amoroso als neunte der 18 Reiter und Reiterinnen um 0,13 Sekunden unterboten hatte. Doch der Vorjahressieger ließ sich nicht lange bitten und konterte prompt auf Ajscha: Mit 32,79 (fehlerfreien) Sekunden in der zweiten Phase mit sechs Hindernissen und sieben Sprüngen war er nochmals 1,66 Sekunden schneller. Das reichte, um die gesamte Konkurrenz in Schach zu halten. Ja, der Borkener konnte sich nur selbst schlagen, was ihm mit Lexus (32,90 Sekunden) fast noch gelungen wäre.

Mit allen drei Pferden war er nach eigener Aussage „auf Sieg“ geritten. Nicht ganz so wild, wie das bei dem Routinier schon mal vorkommt, aber immer „kontrolliert offensiv“. Denn: „Ich musste auf der Hut sein.“ Vor seiner Stallgefährtin Shari Zey nämlich, nach Plock die schnellste unter den neun Teilnehmern, denen es gelungen war, die erste Phase mit acht Sprüngen in der vorgeschriebenen Zeit ohne Abwurf zu meistern.

 

Ihre Zufriedenheit über das Ergebnis bezog sie aus der Tatsache, dass der Sieg ja quasi in der Familie blieb. Seit zwei Jahren arbeiten sie in Borken mit zehn Turnier- und sieben Nachwuchspferden zusammen. Das fruchtet und macht, so die beiden unisono, „einfach mehr Spaß“. Natürlich kann der Erfahrenere der Jüngeren den ein oder anderen nützlichen Tipp geben, das Talent und insbesondere die „feine Hand“ brachte die gebürtige Runkelerin aber selbst mit. „Sie hat ein unheimlich gutes Auge, um den Sprung an zu reiten“, lobt Plock seine Schülerin, die auch seine Lebensgefährtin ist.

 

Beim kommenden internationalen Turnier in Spangenberg fungiert sie indes „nur“ als Helferin, während Plock mit Ajscha für Furore sorgen will. Was aufgrund eines Trainingsrückstandes seines Paradepferdes bis zum glanzvollen Fritzlarer Auftritt keineswegs sicher war. Doch die 15-jährige Stute bestand locker den Härtetest und musste sich, genauso wie sein Reiter, eigentlich nur vor seinen Stallgefährten in Acht nehmen. (Die kompletten Ergebnisse lesen Sie in der Dienstagausgabe).

Von Ralf Ohm



Plock und Zey entführen den Großen Preis

Reiter und Amazonen mit Rang und Namen aus der Region und benachbarten Bundesländern maßen sich beim viertägigen Turnier des Reit- und Fahrvereins Niederneisen in Springprüfungen bis zur Klasse S*. Durch die Teilnahme einiger Gastreiter aus sechs europäischen Ländern und je einem Reiter aus Brasilien und Mexiko hatte das Turnier internationales Flair.

Von Manfred Horz

Niederneisen.  Im Einvernehmen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf hatten die deutschen Gastgeber ihren Freunden leistungsstarke Springpferde aus ihren Ställen zur Verfügung gestellt, so dass sie auch in den schweren Prüfungen mithalten und teils sogar beherzt auftrumpfen konnten. Beispielsweise der Brasilianer Luiz Felipe de Azevedo und dessen belgische Partnerin Celine Schoonbroodt, die in drei S*-Springen mit Pilgrim, Kimberty, Latino und Qualif mit jeweils fehlerfreien Ritten dritte bis sechste Ränge buchten. Zu dem mit 3000 Euro dotierten "Großen Preis" reichte es den ausländischen Gästen allerdings nicht, denn diesen hat nun schon seit einigen Jahren der Borkener Stall Plock gebucht, der dieses Mal sogar im Doppel auftrumpfte: Frank Plock und seine junge Partnerin Shari Zey – ehemalige Niederzeuzheimer Hoffnungsträgerin und noch in Schadeck wohnend – ließen nach bis dahin schon schleifenreicher Teilnahme auch im abschließenden S*-Springen mit Siegerrunde nichts anbrennen.

Das Paar hatte bei einem Starterfeld von 31 Pferden fünf Eisen im Feuer, die alle in die Siegerrunde gebracht wurden, für die sich insgesamt zwölf Pferde durch fehlerfreie erste Durchgänge qualifizierten. Was nicht nur für die gute Qualität von Ross und Reitern sprach, sondern auch für das vom anhaltenden Regen überspülte Geläuf wie auch für die Parcoursbauer Stefan und Roland Schäfer, die den Akteuren an diesem verregneten vierten Turniertag zwar nichts an Höhen und Breiten der Hindernissen nachließen, jedoch entsprechend der Witterungsverhältnisse fair aufbauten.

Erfreut für Reiter und Zuschauer war die Entwicklung des ersten Durchganges, in dessen Verlauf die Turnierleitung Thomas Biebricher und Bernd Wagenbrenner die Zahl der Starter für die Siegerrunde zunächst auf acht festgelegt hatte. Auf fehlerfreie Ritte brauchten Richter und Zuschauer nicht zu warten. Bereits als erste Starter legten Luis Felipe de Azevedo mit Kimberly und Frank Plock mit Pensilvania fehlerfreie Ritte vor und trugen sich die Amazonen Celine Schoonbroodt mit Pilgrim und Shari Zey mit Skara kurz danach in die Siegerrunde ein. Mit der von der Turnierleitung vorgegebenen Norm der acht Besten für die Siegerrunde waren Ross und Reiter nicht ganz einverstanden und legten vier weitere fehlerfreie Durchgänge auf den Parcours. Von den heimischen Bewerbern mit dabei Hardy Diemer (Diez) mit Dux, das neuerdings für den RV Neuwied reitende Ehepaar Luisa und Armin Himmelreich mit Sportsmann und Vulcain des Lauriers und Torsten Kögler vom RSpC Obertiefenbach mit Contador. Dagegen mussten Kai Müller (Kirberg) mit Ashley‘s Basti, Andre Weber (Drommershausen) mit Aquilina und Marc André Weil (Horressen) mit Chromat ihre Hoffnungen auf die Siegerrunde begraben.

Da Frank Plock drei und Shari Zey zwei Pferde in diese Runde gebracht hatten und ihnen entsprechende Zeit zum Abreiten zustand, zog sich die Entscheidung in die Länge. Nach elf Starts lagen Plock und Zey vorn, und nur noch Thorsten Kögler (Obertiefenbach) hätte ihnen den Sieg streitig machen können. Er setzte als letzter Starter alles auf eine Karte, doch war das Glück nicht mit dem Tüchtigen. Das Pferd strauchelte zwischen den vorletzten Hindernissen, warf den Reiter aus dem Sattel, was Turniersprecher Bernd Wagenbrenner mit den Worten kommentierte: "Er hat alles riskiert und alles verloren." Zum Glück jedoch nicht Kopf und Kragen, denn Pferd und Reiter überstanden den Sturz unbeschadet.

Mit der perfekten Organisation, der starken Besetzung und dem Ablauf des Turniers, das an drei Tagen bestes Wetter hatte, wurde der vom ganzen Dorf und insbesondere von den Ortsvereinen und einigen Sponsoren unterstütze Reit- und Fahrverein den Erwartungen gerecht, die auch der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz mit der Vergabe mehrerer Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat für fünf- und sechsjährige Pferde in ihn gesetzt hatte. In diesen Prüfungen konnten die zuschauenden Reitsportfreunde etliche hervorragende Nachwuchspferde bewundern, von denen einige die Wertnote 8 und höher buchten. Da der gastgebende Verein neben der Unterstützung durch das ganze Dorf auch die Sportförderung des Rhein-Lahn-Kreises wie auch die Eigentümer der Wiesen an der Aar auf seiner Seite hat, auf denen die großen Pferdetransporter Platz haben und Pferdezelte aufgeschlagen werden können, dürfen sich sein Management und die aufgeschlossenen Helfer weiterhin mit Aufträgen für höhere Aufgaben rechnen. "Wir sind noch nicht ganz an der Grenze unserer Leistungsfähigkeit", so die Vorsitzenden Thomas Biebricher und Bernd Wagenbrenner gegenüber der Nassauischen Neuen Presse.

 

Sprünge über 1,80 Meter

Schon seit einigen Jahren gilt Niederneisen als Topadresse für den gehobenen Springsport bis weit über die Grenzen der Region hinaus. Dieses Mal hat er noch weitere Reitsportvereine vor allem aus dem Rheinland als Freunde dazu gewonnen. So auch renommierte Ställe, die immer wieder gute Reiter aus dem In- und Ausland zu Gast haben. Glücklich waren die Verantwortlichen, dass Petrus vor allem beim Abendprogramm des dritten Tages mitspielte, so dass die Reiterparty und das Barrierenspringen der schweren Klasse S* mit "Six Bars" wieder zum Besuchermagnet wurden. Hier gingen 16 Teilnehmer mit ihren Pferden über eine Hindernisreihe von vier bis sechs hintereinander stehenden Sprüngen. Die Zahl reduzierte sich bei den ersten Durchgängen um die Hälfte. Nach dem zweiten Stechen wurde bis zu einer Höhe von 1,80 Meter aufgebaut. Die Höhe von zwei Metern wollten die Reiter jedoch ihren Pferden nicht mehr zumuten. Julia Glunz vom benachbarten RV Montabaur-Horressen mit Avellino, Kai Müller (Kirberg) mit Ashley‘s Basti und Frank Plock mit Hüttenmax teilten sich den 1. Platz. Neben den 19 Springprüfungen im abwechslungsreichen sportlichen Programm hatten die Veranstalter mit kostenlosem Ponyreiten auch für die Familienatmosphäre gesorgt.

 

Artikel vom 05. Juni 2012, 16.32 Uhr (letzte Änderung 06. Juni 2012, 04.39 Uhr) 

hna  28.05.2012



Reitturnier des RV Waldeck: Talent gewinnt S*-Springen am Pfingstsonntag

Shari Zey vertritt Plock

 

Waldeck. Der Borkener Abo-Sieger Frank Plock war beim traditionellen Pfingstreitturnier des Reitervereins Waldeck an den beiden Auftakttagen nicht am Start, doch der erfolgreiche Reitersmann wurde durch seine Teamgefährtin Shari Zey glänzend vertreten.

Starke Vorstellung: Shari Zey (Borken) blieb auf Skara im S*Springen fehlerfrei. Foto: zmp

Starke Vorstellung: Shari Zey (Borken) blieb auf Skara im S*Springen fehlerfrei. Foto: zmp

Die 21-jährige Vize-Hessenmeisterin der jungen Reiter 2011 startete bisher für Niederzeuzheim und reitet seit dieser grünen Saison für den Plock-Stall. Das nationale Ausnahmetalent feierte bislang schon über 30 Siege im S-Springen und ist bereits für das Deutsche Mannschaftschampionat der Landesverbände in Braunschweig nominiert. Außerdem ist die Amazone im D-Kader und wesit 40000 Ranglistenpunkte auf.

In Waldeck gewann sie am Pfingstsonntag die Springprüfung der Klasse S* auf Skara fehlerfrei in 52,97 Sekunden. Mit ihrem westfälischen Schimmelwallach Cicero wurde sie auf Rang fünf platziert. Auf Lexus hatte Zey zuvor die erste Abteilung der Springprüfung der Klasse M* für sich entschieden. Im S*-Springen blieben acht Teilnehmer ohne Abwurf. Erfolgreichster heimischer Teilnehmer war der Residenzstädter Andre Braunsdorf auf Cellina, der fehlerfrei blieb, dessen Zeit allerdings für eine Spitzenplatzierung zu langsam war.

In der zweiten Abteilung der Springprüfung der Klasse M* durfte mit Carina Pöttner erneut eine heimische Teilnehmerin jubeln. Auf Camira gewann die Lehrerin fehlerfrei vor Shari Zey und der Badestädterin Mona Pech auf Ricardo vd Heffinck.

Einen heimischen Doppelerfolg gab es auch in einer weiteren Springprüfung der Klasse M*. Der Residenzstädter Christoph Rosenow siegte auf Aaron mit nur drei hundertstel Sekunden Vorsprung vor der Vöhlerin Astrid Göbeler auf Con Grande.

Pöttner auf Rang zwei

Gute Platzierungen gab es für die heimischen Teilnehmer in der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L. In der ersten Abteilung belegte Carina Pöttner (St. Kilian) auf Pertina Rang zwei hinter Matthias Prior. Die Siegerschleife der zweiten Abteilung sicherte sich der Altmeister Wulfdietrich Rosenow (Bad Arolsen), der zudem in der zweiten Abteilung einer Springprüfung der Klasse L Zweiter wurde. Die Siegerschleife in der ersten Abteilung ging an den Sachesenhäuser Jörg Becker auf For Eternity.

Für die Dressurfreunde standen an den Auftakttagen zwei Dressurprüfungen der Klasse A auf dem Programm. In der schwierigsten A**-Prüfung wurde Stefanie Sinemus als beste heimische Teilnehmerin Dritte. Die A-Dressur mit einem Stern sicherte sich Nicole Süß aus Niederwaroldern.

An den beiden Auftakttagen standen auch viele Nachwuchsprüfungen auf dem Plan. Erfreulich für den Gastgeber die guten Platzierungen von Elena Fincke, Louisa Fiedler und Amelie Näser. Das Programm wurde am Pfingstsonntag durch eine Voltigiervorführung des Nachwuchses des RFV Waldecks aufgelockert. Elena Fincke und Dörte Schwalenstöcker waren für die Minis federführend. (zmp)



 



Reit-und Springturnier Pfingsten 2012 in Waldeck     

Auch in diesem Jahr kann der Reiterverein Waldeck wieder auf ein tolles, erfolgreiches Turnier mit sehr gutem Reitsport zurückblicken. Überragende Reiterin war die für den RFV Borken startende Shari Zey, die ein Mammutprogramm an Starts absolvierte und am Montag vor dem letzten Ritt im Springen der Klasse S mit Siegerrunde sagte: „Eigentlich bin ich vollkommen platt“. Doch auch mit Cicero lieferte sie einen fehlerfreien Ritt in der zweitschnellsten Zeit, Platz 1 ging ebenfalls an Shari Zey mit Skara mit der sie die mit Abstand schnellste Zeit vorgelegt hatte. Auf Platz 3 folgte Matthias Prior mit Carinjon vom RV St. Georg Salzkotten vor Fabian Lipsky vom RFV Schönhagen mit Queen of Rock´n Roll.

Am Sonntag legte Ferike Bormann (RFV Harsum) im S-Springen mit Carnute for pleasure ohne Fehler eine tolle Zeit vor (53,75), an die anscheinend keiner heran kam. Doch Shari Zey und Skara toppten auch hier die Zeit mit 52,97 Sek. Dritter wurde Fabian Lipsky mit Queen of Rock´n Roll (55,33). Shari Zey entschied noch eine Springprüfung der KL M mit Lexus und eine Springpferdeprüfung der KL A mit Quand K für sich und belegte noch weitere vordere Platzierungen. Mona Pech vom RV Bad Wildungen siegte in einer Springprüfung der Klasse M mit Riccardo vd Heffnick, mit dem sie in einem weiteren M-Springen den 3. Platz belegte. Mit Gismo´s Gifted konnte sie in dieser Klasse ebenfalls einen dritten Platz erreichen. Auch Carina Pöttner (RFV St. Kilian Korbach) mit Camira, Jan Kersting (RFV Marsberg) mit Search me und Christoph Rosenow (RFV Bad Arolsen) mit Aaron konnten sich über einen Sieg in Springprüfungen der KL. M freuen.

Über den Besuch von Nationenpreis-Reiterin Anna Maria Jacobs (RV Warburger Land) freuten sich die Waldecker besonders. Sie belegte in der Springpferdeprüfung KL L mit Loki Doki Platz 2 und mit Ascona den dritten Rang und kam noch zu weiteren Platzierungen. Leider konnte sie mit Georgenhofs Credo die Siegerrunde in der Springprüfung der KL S nicht erreichen. Ebenso wie Ferike Bormann, die mit ihrer Schwester Finja und Gabriel Sebastian von Harsum (180 km von Waldeck) angereist waren und ihr Lager mit Transporter und Pferdezelt auf dem Gelände aufgestellt hatten.

Aus der näheren Umgebung freuten sich Astrit Göbeler, Marina Fakiner, Christian Döhler (alle RFV Vöhl), Cord Gautier, Jörg Becker, Ariane Riebe, Louisa Schütz (alle RFV Sachsenhausen), Janine Heinze, Cornelia Tent, Stefanie Sinemus, Katharina Bähr, Lisanne Barthel (alle Korbach), Simone Näser, Andrzej Stefaniak (beide St. Georg Diemeltal), Wulfdietrich Rosenow, Tanja Schmid, und Denise Friedrich (alle Arolsen) über Siege und vordere Platzierungen.

Am Sonntag stand der Nachwuchs im Mittelpunkt. Durch die vielen Nachnennungen gab es etwas Zeitverzug. So gingen z.B. im Stilspringen der Klasse E mit Stechen statt der ursprünglich genannten 21 Reiter 36 an den Start, im Einfachen Reiterwettbewerb 21 statt 12 und… und… und- Mamas, Papas, Omas, Opas, Tanten und Onkel warteten gerne um die Kinder und Jugendlichen zu sehen, die versuchten mit ihren Ponys und Pferden ihr Bestes zu zeigen.

Im Stilspringen der KL E mit Stechen siegte Vanessa Trahe vom SV Nieder-Waroldern mit Mikada. Dressur KL E: Kira Maxine Stroop (RFV Guxhagen) mit Newada, Spring-RW : Berit-Marie Rohrbach (RFV Bad Arolsen) mit Firefly, Reiter WB 2002 und jünger: Kira Gräbe (St. Kilian KB), Reiter WB Jg. 2000 u. 2001: Friederike Waldeyer (Volkmarsen) mit Fallada. Reiter WB Jg. 1999 und älter: Louisa Fiedler (RV Waldeck) mit Maverick. Die Pony Führzügel Wettbewerbe gewannen Louis Tent (Korbach) mit Kennwood´s Celebration und Amelie Waldeyer (Volkmarsen) mit Fallada.

Erfreuliche Siege und Platzierungen gab es auch für unsere Waldecker Reiterinnen. Gleich in der ersten Prüfung am Samstag erreichten Franziska Schneehain und Chico´s Hit den 4. Rang in der Eignungsprüfung KL A, Steffi Heck konnte sich in den A-Springen mit Miss Marple auf den Rängen 6 und 12 platzieren. Elena Fincke und Petite Pardon wurden Dritte in einer Springprüfung der KL A und erreichten das Stechen im Stilspringen der Klasse E. Dort freuten sie sich über eine schnelle Zeit und Platz 2. Louisa Fiedler gewann den Reiter WB mit Royal Princess gefolgt von Celina Schlömp, die für den RV Bad Wildungen startet, mit For Fun. Louisa startete ebenfalls in der Dressur KL E: mit Maverick wurde sie 2. und mit Royal Princess 3. Doreen Mitze belegte hier Rang 5. Silvana Ludewig wurde 5. im Reiter WB/Jg. 2000/2001, Amelie Näser erreichte den 2. Platz in der jüngeren Abteilung. Celina Schlömp wurde im Springreiter WB Dritte. Im Pony Führzügel WB starteten Lotta Grell auf Alberta und Nico Lugan auf Miss Marple. Beide kamen auf den 5. Rang.

In einem vereinsinternen Reiterwettbewerb stellte sich der Waldecker Nachwuchs am Montag auf dem Springplatz vor. Louisa Fiedler, Henrike Schwalenstöcker, Doreen Mitze, Nina Keller, Silvana Ludewig, Manuela Söhne und Amelie Näser ritten in zwei Abteilungen und ernteten für ihre Leistungen den verdienten Applaus.

Aufgelockert wurde das Programm zusätzlich mit den Vorführungen der beiden Voltigier-Gruppen. Am Sonntag konnten die „Kleinen“ und Pferd Cisco unter Leitung von Elena Fincke und Dörte Schwalenstöcker die Zuschauer begeistern. Am Montag zeigten die „Großen“ auf Cisco eine Kür im Galopp, unter Leitung von Desiree Franke. Eine weitere Kür auf Turnpferd „Dieter“. Sie erhielten für ihre Vorführung mit viel Ausstrahlung und Akrobatik den gebührenden Applaus, der vielen Zuschauer.

Der Reiterverein Waldeck bedankt sich ganz herzlich bei allen Reitern, Sponsoren, den vielen Zuschauern, den Helfern und vielen Bäckerinnen und bei all Denen die zum Gelingen dieser großartigen Veranstaltungen beigetragen haben ganz herzlich. Ohne Euch/Sie wäre es nicht möglich eine solche auf die Beine zu stellen. Danke schön!!!

 

 

Die Gewinnerin der Springprüfung KL S mit Siegerrunde Shari Zey mit Pferd Cicero, v.li.: Dr. Dieter Herguth, Heinrich Pöttner, Shari Zey, Manfred Fiedler, Oliver Schlömp, Bruno Reich



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Grebe vorn, Becker im Pech

 

Bad  Arolsen. Die Korbacherin Stefanie Grebe hat am Samstag das traditionelle Waldecker Springen beim Bad Arolser Reitturnier für sich entschieden. In der ersten Abteilung der Springprüfung der Klasse L siegte die Amazone in dem prestigeträchtigen Wettbewerb auf Farina ohne Abwurf in 54,52 Sekunden vor Christoph Fingerhut (Niederwaroldern) auf Come on in 56,13 Sekunden und der Lokalmatadorin Laura Nietsch mit Say it right in 57,31 Sekunden.

Auf dem Weg zum Sieg: Stefanie Grebe setzte sich beim Waldecker Springen in Bad Arolsen auf Farina an die Spitze des Feldes. Foto: zmp

Auf dem Weg zum Sieg: Stefanie Grebe setzte sich beim Waldecker Springen in Bad Arolsen auf Farina an die Spitze des Feldes. Foto: zmp

 

Nur dieses Trio blieb im 33-köpfigen Starterfeld ohne Abwurf. Die schnellste Zeit erreichte der Sachsenhäuser Jörg Becker mit 52,87 Sekunden – es folgte allerdings der berühmt berüchtigte Abwurf am letzten Hindernis.

Plock siegt im S-Springen

Die bedeutenste Springprüfung der ersten beiden Turniertage, eine Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S* gewann der Borkener Frank Plock auf Pensilvania in 29,74 Sekunden vor seiner neuen Teamgefährtin Shari Zey, die auf Amoroso und Cicero die Ränge zwei und drei belegte. Bester heimischer Teilnehmer war Prof. Dr. Lutz Ricken aus Bad Wildungen. Auf Aobelix belegte der Badestädter Rang sechs.

In den drei Springprüfungen der Klasse M* an den beiden Auftakttagen triumphierte Huberta Vahle vom Reiterverein Altenautal. Die Amazone gewann auf Perle de Vermont und Balistro van de Noordheuvel drei der sechs Prüfungen. Da konnten aus heimischer Sicht nur die beiden Sachsenhäuser Richard Friedrich und Dirk Rennert mit jeweils zweiten Rängen mithalten.

Lokalmatador Markus Friedel durfte sich in der Springpferdeprüfung der Klasse L mit Amalita und Infight über einen Doppelsieg freuen.

Im Mannschaftsspringen der Stilspringprüfung der Klasse E sicherte sich der RuFV Korbach einen Doppelsieg, Dritter wurde das Team aus Vöhl.

Für die Dressurfreunde war an den beiden Auftakttagen eine Dressurprüfung der Klasse L, Trense als höchste Prüfung ausgeschrieben. Hinter der Favoritin Sarah Schwedes (Diemeltal) wurde Daniel Balzer vom RFV Rosenthal-Willershausen) auf Waitang Zweiter.

Bad Arolser Nachwuchs top

Als sehr erfolgreich erwies sich der Reiternachwuchs des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Bad Arolsen in den Nachwuchsprüfungen. Eva Wetekam, Dania Giesing, Susan Morbitzer und Rebana Uhe sorgten im Reiterwettbewerb jeweils für einen Doppelsieg für den Lokalmatadoren.

Über die Entscheidungen des Sonntags mit der Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde berichten wir in unserer Dienstagausgabe. (zmp)



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31 Spring- und Dressur-Prüfungen bei Turnier in Fürstenwald


Fürstenwald. Zu beneiden waren sie wirklich nicht: Sieben Grad Außentemperatur und strömender Regen herrschten beim S-Springen des großen Reitturniers des Ländlichen Reit- und Fahrvereines Fürstenwald.

Sieger in Fürstenwald: Frank Plock auf Ajscha reitet im strömenden Regen zum Erfolg im S-Springen. Foto:  phe

 

Nur fünf Reiter hatten unter diesen Bedingungen ihre Startbereitschaft erklärt. Die allerdings starteten insgesamt 14 Mal mit verschiedenen Pferden. Vorjahressieger Frank Plock vom RFV Borken hatte die Nase vorn und gewann mit Ajscha die Prüfung.

Fast hätte ihm aber eine Amazone den Sieg streitig gemacht. Klubkameradin Shari Zey ritt beherzt und mit viel Tempo ihre drei Pferde über den von Herbert Hausknecht gebauten Parcours. Zwei der drei gingen sogar Null-Fehler-Runden und kamen damit auf die Plätze zwei und drei. Doch Plock war mit seiner Ajscha mehr als zwei Sekunden schneller. Auch Fabian Lipsky (Schönhagen) präsentierte drei Pferde, kam zweimal ohne Fehler ins Ziel. Allein die Zeit reichte nur für die weiteren Plätze.

„Die Pferde im S-Springen waren allesamt Weltklasse. Sie sind unter diesen Bedingungen bombastisch gesprungen“, zollte Richter Stefan Lüpke den vierbeinigen Athleten ausdrücklich seinen Respekt.

Mit 31 Prüfungen von der Klasse E bis zur schwersten Klasse S in Springen und Dressur war das Fürstenwalder Turnier eine hochkarätige Veranstaltung, die Reiter aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern anzog. Fast 700 Starts verzeichnete die Meldestelle. Stargast war Dressur-Reiter Matthias Alexander Rath (Frankfurt). Mit „Dancing Elvis“ gewann er souverän den St. Georg Spezial und die S-Kür. Seine Freundin Franziska Eisenhut kam in der Kür auf Platz zwei, und seine Reitschülerin Luise Katharina Blessing verbuchte in der Zwei-Sterne-M-Dressur mit „Weltmeyer junior“ den Sieg.

Auch viele Reiter vom gastgebenden Verein nutzten die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Besonders erfolgreich war Viktoria Pavel: In den L-Springen und den L-Dressuren ritt sie mit „Podolski“ und dem Ponyhengst „Kaiser Franz“ in die vorderen Ränge und gewann die Dressurreiterprüfung der Klasse L. Alexandra Kinne siegte mit „Felix“ in der L-Dressur auf Trense und war mit ihm und „Feerie“ in weiteren L-Dressuren erfolgreich.

Auch in den höchsten Dressurklassen war eine Fürstenwalder Reiterin dabei: Aurica Wilmes erreichte mit „Schatzmeister“ sowohl im St. Georg Spezial als auch in der S-Kür die Platzierung.

Von Susanne Seidenfaden



hnaReitturnier: Katharina Freitag gewinnt die M**-Dressur in Gemünden

Frank Plock dominiert

 

Gemünden. Drei Tage Sonnenschein, mehr als tausend Starts und ein Turnierabschluss mit Herzschlagfinale: Die traditionelle Dressur- und Springreiterveranstaltung des Reit- und Fahrvereins Gemünden hätte nicht besser laufen können. Das fand auch der Vorsitzende Reiner Möbus, der sich hocherfreut über die vergangenen Tage zeigte.

Als Letzter im Stechen zum Sieg: Frank Plock vom RFV Borken auf Pensilvania. Foto: Kaliske

Als Letzter im Stechen zum Sieg: Frank Plock vom RFV Borken auf Pensilvania. Foto: Kaliske

 

Dass das Turnier aufgrund der zahlreichen Nennungen am 1. Mai fortgesetzt wurde, spielte dem Veranstalter in die Karten. Die Veranstaltung entpuppte sich als Besuchermagnet. Über den gesamten Tag verteilt besuchten über 500 Zuschauer das Turniergelände in Gemünden. Und den Angereisten wurde allerhand geboten. In der Königsklasse der Springprüfungen, dem S*-Springen, holte sich Frank Plock auf Pensilvania den Sieg in allerletzter Sekunde. Von 17 Starts schafften es vier Reiter fehlerfrei in das Stechen.

Lutz Ricken vom RV Bad Wildungen qualifizierte sich als einizger heimischer Reiter – die weiteren sechs Plätze nahmen Reiter des RFV Borken ein. Kai Schremmel, zweimal Frank Plock und Shari Zey qualifizierte sich sogar mit drei Pferden für das Finale.

Ricken musste sich mit fünf Strafpunkten und dem sechsten Rang zufrieden geben. Besser lief es da für Zey, die zunächst mit Ciciero eine Bestzeit aufstellte (41 Sekunden), diese mit Skara unterbot (38,94) und nach ihrem Parcours mit Amoroso (39,35) die ersten drei Plätze belegte. Dann kam allerdings Frank Plock mit Pensilvania und unterbot die Zeit von Zey um 1,74 Sekunden – somit stand der Sieger fest. Als bester heimischer Springreiter belegte Prof. Dr. Lutz Ricken Rang vier.

Plock gewann auch zuvor das L-Springen. Auf Bacardi war er fehlerfrei in 43,49 Sekunden der schnellste Reiter. Marcel Schleiter vom RFV Rosenthal-Willershausen war auf Asti erfolgreichster heimischer Starter. Er belegte fehlerfrei in 48,24 Sekunden den sechsten Rang.

Plock siegte auch im M*-Springen – sogar doppelt. Mit Quincy sicherte er sich Rang eins und mit Bacardi Platz zwei. Die heimischen Teilnehmer ritten hinterher: Ricken war mit Aobelix als Gesamt-16. und als Achter der zweiten Abteilung noch der Beste. Kordula Christea vom RFB Burgwald wurde auf Eleonora Neunte der ersten Abteilung.

Auch in der Punktespringprüfung der Klasse M** holte Frank Plock den ersten Platz. Mona Pech vom RV Bad Wildungen landete auf Gismo’s Gifted B auf Platz vier. Außerdem holte sie in der A**-Springpferdeprüfung mit Dow-Jones Rang acht. In der Springpferdeprüfung der Klasse L sicherte sich Cord Gautier vom RFV Sachsenhausen auf Gamiro die höchste Wertnote.

Besser schnitten die Dressurreiter ab. Katharina Freitag vom RFV Frankenberg entschied die Dressurprüfung Klasse M** für sich. Beim St.Georg Special* belegte sie Rang acht. Silke Metzger vom RFV Geismar erreichte einen respektablen vierten Platz.

Von Jens Kaliske